Paris 2015 Klimaschutzkonferenz

17 Dezember 2015

Anfang der 1990er-Jahre verhandelten die Vereinten Nationen ein globales Klimaschutzabkommen. Dieses „Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen“ – United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) – wurde 1992 auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro von 154 Staaten unterschrieben. In Kraft trat das multilaterale Übereinkommen 1994.

Mit der Klimarahmenkonvention, wie der Vertrag kurz genannt wird, erkennt die internationale Staatengemeinschaft weltweite Klimaänderungen als menschenverursachtes ernstes Problem an und verpflichtet sich zum Handeln. 196 Vertragsparteien – darunter auch die Hauptverursacher der Treibhausgasemissionen, die USA, Russland, die Europäischen Union, China und Indien – haben die Klimarahmenkonvention mittlerweile ratifiziert und damit die völkerrechtliche Basis für globalen Klimaschutz geschaffen. Die Vertragsstaaten verpflichten sich in der Konvention dazu, „die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre auf einem Niveau zu stabilisieren, das eine gefährliche menschliche Beeinflussung des Klimasystems vermeidet“.

COP 21 - ein Meilenstein?

Höchstes Gremium der Klimarahmenkonvention ist die Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP), die jährlich zusammentritt. Die COP ist für die Überprüfung der Durchführung der Konvention zuständig und fasst alle Beschlüsse, um die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern. Die 21. Zusammenkunft „COP21“ fand von 30. 11. bis 12. 12. 2015 in Paris statt. Dort konnten sich die 196 teilnehmenden Staaten auf das gemeinsame Ziel einigen, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2°C zu begrenzen. Der Schlüssel zur Erreichung dieses ambitionierten Ziels ist die deutliche Reduktion des weltweiten Treibhausgasausstoßes. Diese soll durch individuelle Ziele und Maßnahmenpakete der einzelnen Unterzeichnerländer erreicht werden, die in der Folge in einem Fünf-Jahres-Zyklus überprüft werden. Damit soll eine Nachschärfung und Verbesserung ermöglicht werden - die es auch unbedingt benötigt. Denn nimmt man die schon vor der COP21 von den einzelnen Teilnehmerländern vorgelegten Pläne zusammen, kommt man hochgerechnet auf eine Erderwärmung von 2.7 bis 3 Grad - weit vom nun gesteckten Ziel entfernt.

Aus diesem Grund heißt es nun entschlossen zu handeln und die gesteckten Ziele wenn möglich weit zu übertreffen. Dabei darf Europa nicht der selbst verliehene Titel als Klimaschutz-Vorreiter im Weg stehen, denn geschichtlich betrachtet ist man für einen großen Teil der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Auch und gerade kleinere und global gesehen vermeintlich unwichtige Länder wie Österreich dürfen dabei genauso wenig auf ihre Verantwortung vergessen und können die Energiewende in erster Linie als Chance für Wirtschaft und Gesellschaft sehen.
In diesem Sinne hat der Umweltdachverband der österreichischen Politik 21 Hausaufgaben gestellt, die sich rasch umsetzen ließen und zu einer gerechten und lebenswerten Zukunft beitragen können.

URL 17.12.2015/16:45 http://www.umweltdachverband.at/themen/klima-energie-and-ressourcen/klimapolitik/cop-21/was-ist-die-cop-21/

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