STROH ALS BAUSTOFF

10 Februar 2016

Wie in unserm letzten Newsletter berichtet steigt die Nachfrage bei Bío Produkten und immer mehr neue Landwirtschaftsbetriebe entstehen.  Eine tolle Entwicklung, ein wichtiger und richtiger Schritt für unser aller Zukunft.

Knapp 2000 Anträge von Landwirtschaftsbetrieben auf Neueinstieg, wir gratulieren und wünschen viel Erfolg und eine gute Ernte.

Aber wie schaut es mit dem Produkt Stroh als Baustoff aus. Die meisten Bauern verwerten ihr Stroh nicht mehr so wie früher. Wir stehen auch heuer wieder, wie jedes Jahr, vor der großen Herausforderung mindestens 160 Tonnen Baustroh zu ernten und einzulagern.

Strohbauweise, die älteste Bauweise seit Menschengedenken,

durch den höchsten Dämmwert fast aller Baustoffe und dem baubiologischen Aspekt, mehr gefragt als jeh zu vor und wieder hoch aktuell.

Stroh, vor allem Baustroh, ist aber nicht Stroh wie wir es kennen. Damit Stroh als Baustoff zertifiziert werden kann und nur dann ist es auch als Baustoff laut OIB Richtlinie 6 zugelassen,  muss bei der Ernte einiges genau eingehalten und beachtet werden.

Es wird in Österreich auf ca. 780.697 ha Ackerland Getreide angebaut. Daraus entstehen ca. 1,9 Mio.t Stroh.  Zieht man den sonstigen Strohverbrauch für Einstreu, Düngung usw. ab, bleibt ein Strohpotenzial von 50.000 t im Jahr, welches theoretisch als Baustroh zur Verfügung stehen würde. Seit vielen Jahren werden leider sogenannte Halmverkürzer Cycocel (CCC) schon vor dem Schossen des Getreides angewandt, also sehr früh.

Würde ein Bruchteil der heutigen Anbauflächen wieder auf alte Strohsorten wechseln, so könnte diese Menge ganz leicht verdoppelt werden. Alte Strohsorten wachsen auch viel höher,  1,40m ist keine Seltenheit.

Es gibt sogar alte Sorten wie das Waldstaudkorn, es wird auch als Urroggen oder Johannesroggen bezeichnet und ist ein Vorfahre des Roggens. Die Pflanze kann bis zu 2,5 m hoch werden.

 

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