Strohhaus Brandtest

03 Dezember 2012

Brandtest 2012 MA 39 unser Strohhaus
Strohhäuser brennen gut. Stimmt diese Vorurteil?
Loses Stroh brennt... nun, eben wie Stroh. Am Bau werden aber dicht gepresste Strohballen eingesetzt, wodurch die einzelnen Halme von einer ausreichenden Sauerstoffzufuhr abgeschlossen sind und die Brennbarkeit erheblich sinkt. Zudem verhalten sich Strohballen im Brandfall wie Holzbalken: Die Oberfläche verkohlt und bildet eine zusätzliche Brandschutzschicht.
 
Jeder der einmal versucht hat ein Telephonbuch zu verbrennen, ist sicher daran gescheitert. Ganz ähnlich verhält es mit gepressten Baustroh.
Baustroh im verputzen Zustand, entspricht der
Brandklasse F90- F60 je nach Ausführung und Wandaufbau.
 
Wieder einmal wurden die Vorurteile wieder legt, das Video ist finden unter
 
Anbei der übersetzte Text dazu, für alle die nicht wirklich gut Französisch sprechen.
 

Die Strohhaus Feuerprobe

Wir wollen jetzt einen Haushaltsunfall in einem Strohhaus vortäuschen, einen Hausbrand wie im echten Leben.

Dazu gehören: Teppichboten, Bücherregal, Couch, Stofftiere, etc.

Wir haben es mit einem ganz neuartigen Testverfahren zu tun:
4 Sonden sind mit 7 Computern verbunden, um in Realzeit
die Temperaturvariationen während der gesamten Dauer der Operation zu messen.
 

 

Alles ist nun bereit. Die Feuerwehrleute haben die gesamte Testfläche abgesichert.Sie wissen noch nicht, wie das Haus reagieren wird. Wird unser Haus ebenso schnell in Flammen aufgehen wie ein gewöhnlicher Strohhaufen?

Jetzt wird die Couch angezündet. Und schauen Sie! Innerhalb von nur 3 Minuten steht sie in Flammen. Sie werden bis zum Plafond hochgehen. Welche Temperaturen werden von unseren Sonden gemessen, wenn sich das Feuer so schnell ausbreitet? Im Inneren werden jetzt 420 Grad Celsius gemessen. Wir machen die Tür auf, so wie das meist auch im wirklichen Leben geschieht.

Dadurch kommt etwas Sauerstoff dazu und es treten Rauch und Flammen aus. 11 Minuten später brennt das ganze Hausinnere, die Temperatur steigt auf 600 Grad Celsius. Aber die Strohisolation der Wände hat lediglich eine Temperaturschwankung von 19 bis max. 23 Grad erreicht. Anders gesagt: Unser Strohhaus erfüllt perfekt seine Aufgabe.

Währenddessen wird im Labor ein Test mit einem Strohballen gemacht und angezündet. Man sieht, dass die äußeren Strohhalme zu brennen beginnen, das ist normal, aber das Feuer breitet sich nicht nach innen aus, weil das Stroh so fest gepresst ist, dass dort nicht genug Sauerstoff ist und es infolgedessen nicht brennt.

Die Feuerwehleute kehren zu ihrem Stützpunkt zurück und untersuchen am Bildschirm die Aufzeichnungen der Sonden. Die Wände blieben intakt. Es ist, als ob das Stroh im Inneren nicht brennen würde. Wie erklärt man sich das? Das Stroh stellt eine perfekte Isolation dar. Die Hitze geht schwer nach außen und kommt genauso schwer nach innen.

Nach ca. 30 Minuten löscht Vincent die letzten kleinen Flammen: Nun wird das Dach untersucht. Dort ist nichts verbrannt.

Fazit: die gängige Befürchtung, Strohhäuser seien ein leichtes Spiel der Flammen, stimmt nicht!

Das wurde durch den Test widerlegt. Somit kann man sagen: Strohhäuser sind feuersicher!

 

 

 

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