Strohhaus und Umweltschutz

19 September 2014

Mit einem Strohhaus einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten:

Ein Strohhaus erspart alleine bei der Errichtung pro Haus bis zu 181 Tonnen CO2 ein.*
*Vergleich mit herkömmlicher Bauweise, als Berechnungsgrundlage wurde ein Bungalow mit 170m² Wohnutzfläche genommen.
 
Das entspricht 1.206.333km mit einem Mittelklasse-PKW. Das wären 80,42 Jahre bei einer durchschnittlichen Kilometerleistung von 15.000km pro Jahr oder 67.018,52 Liter Heizöl und 18.095 Bäume würden ein ganzes Jahr brauchen um die gleiche Menge an CO2 ab- zubauen.


Natürlich nur ein kleiner Beitrag zum großen Ganzen,

1.206.333km, 67.018,52 Liter Heizöl, 18.095 benötigte Bäume ein Jahr, aber in Wahrheit doch sehr groß.

Die Zukunft entscheidet unser heutiges Handeln, sie hat schon begonnen und betrifft uns alle.

Rund 10 % des weltweiten Bruttosozialproduktes werden für die Errichtung, Erhaltung und Ausstattung von Gebäuden aufgewendet. Betrachtet man den Rohstoffverbrauch, ergeben sich andere Zahlen: 40 % des gesamten eingeschlagenen Holzes, der mineralischen Stoffe und des Wassers werden verwendet, um damit Baustoffe herzustellen bzw. zu transportieren.

Der Anteil am weltweiten Energieverbrauch für Herstellung und Transport von Baustoffen ist sogar noch ein wenig größer: Er liegt bei 45 %. (World Watch Magazine, 1998) Kein Wunder: Zur Herstellung von 1t Beton werden 6.000 Mega-Joule an Energie benötigt. Nur 1/52stel davon, 115 MJ, an grauer Energie bedarf es hingegen zur Herstellung von 1t Stroh! Sogar noch extremer fällt der (volumsbezogene) Vergleich Stroh und Mineralwolle aus: Letzteres benötigt die 77-fache Energiemenge für die Herstellung.
Bei der Betonproduktion entstehen zudem 7 % der menschgemachten CO2-Emissionen, während Stroh CO2 sogar reduziert (bindet). (Aus: Neues Bauen mit Stroh, ergänzt)

Wir alle haben es in der Hand, dass solche Beiträge, die den meisten Menschen den Tag verderben, in Zukunft nicht mehr geschrieben werden müssen.

Noch einmal zum Nachlesen der aktuelle Beitrag von Global 2000.

 

„UN-Bericht und Klimabilanz des Umweltbundesamts sind klarer Handlungsauftrag

Österreichs Regierung muss jetzt handeln und Klimaziellücke schließen: Ökosoziale Steuerreform muss in der Steuerkommission diskutiert werden

„Der aktuelle UN-Bericht mit neuen Höchstwerten an CO2-, Methan- und Lachgas-Konzentrationen ist ein klarer internationaler Handlungsauftrag“, kommentiert GLOBAL 2000 Klima- und Energiesprecher Johannes Wahlmüller. Die CO2-Konzentration gegenüber dem vorindustriellen Niveau sei um 142 Prozent gestiegen und die Kohlendioxid-Konzentration ist seit 30 Jahren nicht so stark angestiegen wie von 2012 auf 2013 – gleichzeitig sind allein im vergangenen Jahrzehnt mehr Kohlekraftwerke gebaut worden als je zuvor. Kohlekraftwerke sind im Bereich der Elektrizitätsversorgung hauptverantwortlich für CO2-Emissionen.

Ausstieg aus fossiler Energie

„Anstatt neue Kohlekraftwerke zu bauen, müssen wir den Ausstieg aus der fossilen Energie jetzt kraftvoll und so rasch wie möglich angehen. Auch Österreich muss den Ausstieg aus der Kohlestromerzeugung vorantreiben und in den nächsten Jahren die letzten verbliebenen Kraftwerke geplant und koordiniert abschalten.“ GLOBAL 2000 hat den Energiekonzern Verbund als größten heimischen Kohlestromproduzenten bereits mehrfach aufgefordert, einen Kohleausstiegsplan vorzulegen.

Auch die Daten des Umweltbundesamts, die in der aktuellen Treibhausgasinventur 2013 für Österreich veröffentlicht wurden, lassen aufhorchen: Gegenüber 2012 sind die Treibhausgasemissionen in Österreich nach den ersten Abschätzungen des Umweltbundesamts im Jahr 2013 wieder um ca. 300.000 Tonnen gestiegen, das liegt noch unter dem laut Klimaschutzgesetz zulässigen Wert für 2013.

Regierung muss handeln

In Sachen 2020-Klimaziele ist Österreich jedoch laut Bericht noch nicht auf Kurs, hier klafft noch eine Lücke, die dringend geschlossen werden muss. Um die Klimaziele zu erreichen, benötigt es zusätzliche Maßnahmen spätestens ab 2015. GLOBAL 2000 sieht den Bericht deshalb als Handlungsauftrag an die Bundesregierung. „Österreich braucht dringend ein zusätzliches Maßnahmenpaket für Klimaschutz spätestens ab 2015, damit nicht wieder Millionen Euro in den Zukauf von CO2-Zertifikaten fließen müssen. Eine aufkommensneutrale öko-soziale Steuerreform soll deshalb jetzt auch in der Steuerreformkommission diskutiert werden. Und auch die thermische Sanierung, Energiesparen und der Ausbau erneuerbarer Energieträger müssen ins Zentrum gerückt werden“, so Johannes Wahlmüller.“

URL: www.global2000.at/un-bericht-und-klimabilanz-des-umweltbundesamts-sind-klarer-handlungsauftrag,

18.09.2014/ 1700

 

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