Holz

Einer der wichtigsten Werkstoffe der Menschheit

Holz findet im Bauwesen als Bauholz Verwendung und kann dort z. B. als Vollholz, Brettschichtholz oder in Form von Holzwerkstoffen eingesetzt werden. Es wird sowohl konstruktiv als auch isolierend und für Verkleidungen verwendet. Auf tragenden Holzkonstruktionen basieren der Holzrahmenbau, der Holzskelettbau sowie der traditionelle Fachwerkbau. Der Einsatz von Brettschichtholz und Holzwerkstoffen erlaubt dem modernen Holzingenieurbau ungewöhnliche Holzkonstruktionen, wie z. B. das EXPO-Dach in Hannover und die 190 m lange Holzbrücke bei Essing über den Main-Donau-Kanal. Die zunehmende Verwendung von Brettschichtholz (Leimholzträger) in Hallenkonstruktionen ist durch Unglücksfälle in die Diskussion geraten. Die Schäden beruhten jedoch auf Konstruktionsfehlern und mangelnder Kontrolle. Die normgerechten Tragfähigkeitsreserven von Holzkonstruktionen sind derart hoch, dass bei regelmäßiger Inspektion keine Risiken bestehen. Prinzipiell steht selbst dem Bau von Hochhäusern aus Holz nichts entgegen.

Holz geringer Dichte kann in roher oder verarbeiteter Form zur thermischen Isolation (Dämmstoffe) eingesetzt werden (z. B. Faserdämmplatten, Balsa zur Isolation von Flüssiggastanks). Holzfaserplatten höherer Dichte haben gute akustische Dämmeigenschaften. Spanplatten (Flachpressplatte, OSB) werden ebenso wie Sperrholzplatten für Schalungen und für Wandelemente im Holzrahmenbau eingesetzt.

Die Brennbarkeit von Holz erscheint zwar zunächst als ein Nachteil beim Einsatz als Bau- und Konstruktionswerkstoff. Holz wird jedoch bei großen Querschnitten als brandhemmend eingestuft, da auf seiner Oberfläche unter Feuereinwirkung eine hitzeisolierende Kohleschicht entsteht, die das innere Holz schützt. Die Gebäudestabilität sinkt im Brandfall nur langsam und abschätzbar, wohingegen Stahlkonstruktionen aufgrund des temperaturbedingten Festigkeitsverlustes zum plötzlichen, unkontrollierten Zusammenbruch neigen. (Wikipedia)

Als nachwachsender Rohstoff ist Holz ökologisch vorteilhaft; es ist CO2-neutral, energiesparend in der Herstellung, verursacht geringe bis keine Entsorgungsprobleme und trägt durch Geruch und Ästhetik zu einem positiven Raumklima bei.

Holz hat hervorragende bauphysikalische Eigenschaften, die sich sowohl auf die Konstruktion als auch auf die Benutzung vorteilhaft auswirken. Es zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Tragkraft bei gleichzeitig geringem Eigengewicht aus. Durch seinen niedrigen Wärmeleitwert können Wärmebrücken verhindert und Kosten für Heizmaterial gespart werden. Die Elastizität von Holz sorgt für gute Standfestigkeit und Erdbebensicherheit – Holzgebäude schwingen, stürzen jedoch nicht so leicht ein wie Gebäude aus steifen Materialien. Seine innere Struktur macht Holz zu einem extrem dauerhaften Baustoff, sofern damit richtig konstruiert und seine Oberfläche im Bedarfsfall geschützt wird. (proholz.at)

Auch psychophysiologische Wirkungen sind bekannt: Bei einer Vergleichsstudie des Joanneum-Instituts an einer österreichischen Schule ergab sich ein deutlicher stressreduzierender, u. a. die Herzfrequenz senkender Effekt auf diejenigen Schüler, die in holzverkleideten Klassenzimmern unterrichtet wurden. Ebenso sank die von den Lehrern empfundene soziale Beanspruchung durch die Schüler. (Wikipedia)

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