ÖKOLOGISCHE- Sanierungen

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Sanierung Ihres Wohnraums gekommen?
 
Bei einer geplanten Sanierung ist es sinnvoll keine einzelne Maßnahmen zu setzten, sonder ein gesamtes Konzept zu erstellen.
 
Wo sind die größten Energieverluste?
  1. Dach oder oberste Geschoßdecke dämmen 6%
  2. Außenwände dämmen 19%
  3. Fenster sanieren/ tauschen 17%
  4. Fensterlüftung 17%
  5. Kellerdecke dämmen 6%
  6. Heizung sanieren/ erneuern 29%
  7. sonstige Maßnahmen (Solar/ Photovoltaik, Wärmepumpe.usw).
Die %- Werte zeigen in etwa wie viel Wärme verloren geht.
Typische Einfamilienhaus Baujahr 1980 (laut: IWU, Institut Wohnen und Umwelt).
 
Die oben angeführten Gebäudeteile sollten bei einer Sanierung auf den letzten Stand der Bautechnik gebracht werden. So haben Sie in kurzer Zeit den besten Einsparungseffekt bei Ihren Heizkosten.
 
Beispiel:
Heizkosten jährlich von Euro 2.500.-, bei 125m2 WNFL sind keine Seltenheit.
Das ergibt ca. Euro 20/ m2.
Liegt aber der Wert über Euro 10/m2, rechnet sich schon alleine aus Kostengründen eine thermische Sanierung.
 
Wohnraum bedeutet Privatbereich/ Wohlfühlbereich, Rückzugsort, ist aber auch ein wesentlicher Teil Ihres Vermögens. Diesen Wert zu erhalten, zu steigern, den Wohlfühlbereich angenehmer zu machen, bedarf es der richtigen Wartung.
Durch eine umfassende Sanierung sind die Auswirkungen nicht nur wertsteigernd sonder wirken sich positiv auf die laufenden Energiekosten aus.
Somit rechnet sich die die thermische Sanierung heute schon und bei den zukünftigen Energiepreisen auf jeden Fall.
 
Meistens werden bei der Sanierung auch die geänderten Hausanforderungen berücksichtigt. Geänderte Raumeinteilungen, ein anderer Geschmack als die Eltern, Vorbesitzer sind auch oft ein Faktor für eine umfassende Sanierung.
 

Ein spezieller Fokus liegt auf der Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen wie Stroh, Holz oder Hanf, um CO2-Emissionen und Baurestmassen zu vermeiden. Nachwachsende Rohstoffe sind rezyklierbar und speichern CO2 auch noch in verarbeiteter Form – sanierte Wände und Dächer können damit bis zu 125 kg CO2pro m2 speichern und leisten so einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Auch werden alte, vielleicht nicht so gesunde Baustoffe, durch natürliche Materialien ersetzt.
 
Beispiel:
Stroh und der hautfreundliche, reizmildernde Lehm können aber noch viel mehr: Sie sind frei von Schadstoffen und haben kein bekanntes allergenes Potenzial, usw.
Mehr Info unter: Bauökologie - Baustoffe.
 
Der Istzustand alter Wohnräume für die geplante Sanierung bedarf erst einmal einer genauen Besichtigung und Aufnahme der alten Bausubstanz.
 
  • Kontrolle von Tramköpfen
  • Untersuchung nach möglichem Schädlingsbefall
  • Feststellung der notwendigen Dämmstärken im Fassadenbereich
  • statische Berechnungen gewünschter Umbauten
  • umweltgerechte Entsorgung von Abbruchmaterial (z.B. Asbest)
 
Danach wird entschieden, welche Sanierungsmaßnahmen notwendig sind und welche Gewerke in das Sanierungsprojekt eingebunden werden müssen.
 
  • Dachdeckerarbeiten
  • Zimmermeisterarbeiten
  • Bauspenglerarbeiten
  • Malermeisterarbeiten
  • Schwarzdeckerarbeiten
  • Heizung / Lüftung / Sanitär
  • Elektroarbeiten

Die notwendigen Arbeiten und Gewerke werden in ein gesamtes Konzept integriert.
Vorhandene Bausubstanz kann in vielen Fällen sogar Passivhausniveau erreichen, oder zumindest auf ein gutes Niedrigenergiehausniveau gebracht werden.
Bereits dadurch sind massive Einsparungen, um bis zu 80% im Vergleich zum aktuellen energetischen Zustand Ihres Heims zu erreichen.
 
Die größten Energiefresser
(Quelle: www.sparkasse.at )

Thermische Sanierung ökologisch und ökonomisch sinnvoll
Die größten Energiefresser: Eigenheime aus den Jahren 1945-1980
Das WIFO hat erhoben, dass es in österreichischen Ein- und Zweifamilienhäusern 743.000 Wohneinheiten aus der Periode zwischen 1945 und 1980 gibt. Sie weisen großteils schlechte energetische Qualität auf und sind dringend sanierungsbedürftig. „Diese 743.000 Eigenheimbesitzer sind nicht nur die gemeinsame Zielgruppe im Rahmen einer Informationskampagne der Gemeinschaft Dämmstoff Industrie und der Bausparkasse, sondern auch der zentrale Faktor bei der Umsetzung der österreichischen Klimastrategie“, so Mag. Franz Roland Jany weiter. „Mit dieser Studienkooperation wollen wir zeigen, dass die thermische Sanierung gerade im Eigenheimbereich besonders rentabel und gesamtwirtschaftlich – ökologisch und ökonomisch – sinnvoll ist.“ Als Beispiel wurde ein Einfamilienhaus aus dem Jahr 1963 mit einer Nutzfläche von 130m2 herangezogen, das die typischen Baumerkmale dieser Zeit aufweist. Für den winterlichen Komfort bedeutet das: kalte Wände, kalter Boden, Zugluft. Die Heizkosten betragen jährlich ca. 1.900,- Euro. Die Heizung verursacht unter Annahme einer Ölheizung CO2-Emissionen in der Höhe von 11,8 Tonnen pro Jahr.

„Zögerliche“ thermische Sanierung – vergebene Chance
Die Studienergebnisse zeigen, dass bereits die Dämmung der Außenwände mit z.B. 8cm Vollwärmeschutz, neue Fenster und die Dämmung der oberen Geschoßdecke sowie der Kellerdecke eine deutliche Verbesserung des Komforts, eine Reduktion der Heizkosten um knapp 60 Prozent auf 780,- Euro pro Jahr und eine Verminderung der CO2-Emissionen auf weniger als 5 Tonnen pro Jahr bewirken. „Selbstverständlich ist aus ökologischer Sicht eine „zögerliche“ thermische Sanierung auf jeden Fall besser als gar keine“, so DI Peter Holzer von der Donau-Universität Krems. „In jeder Hinsicht klüger ist aber eine umfassende thermische Sanierung.“

Umfassende thermische Sanierung: Heizkostenreduktion um fast 80%
„Die zusätzlichen – vergleichsweise marginalen – Kosten für eine umfassende thermische Sanierung zahlen sich auf jeden Fall aus,“ so Holzer. Die Studie zeigt, dass die Sanierung auf Niedrigenergiehaus-Niveau (z.B. 18cm Vollwärmeschutz plus weitere Maßnahmen an Decken und Fenstern sowie Einbau einer Lüftungsanlage) die Heizkosten auf 21 Prozent des Ausgangswertes senkt, sprich: 395,- Euro pro Jahr. „Das entlastet die Umwelt ganz erheblich. Die CO2-Emission reduziert sich auf 2,4 Tonnen pro Jahr, einen Umstieg auf erneuerbare Energieträger noch gar nicht eingerechnet“, so DI Peter Holzer.

Thermische Sanierung: Eine Anlageform mit bis zu 14 Prozent Zins
„Die Investition in eine umfassende thermische Sanierung rechnet sich, sie kommt, wie unsere Berechnungen zeigen, einer Anlageform mit Zinsen zwischen 7 und 14 Prozent gleich, kann aber bei günstigen Voraussetzungen sogar wesentlich höher sein“, unterstreicht Univ.-Prof. Dr. Michael Getzner von der Universität Klagenfurt. „Darüber hinaus steigert sie die Lebensqualität des Sanierers maßgeblich und trägt signifikant zum Schutz der Umwelt bei.“ Die Amortisationszeit liegt bei Eigenfinanzierung zwischen 7 und 14 Jahren.

Die thermische Sanierung finanziert sich selbst
Zu beachten ist, dass die Sanierung eines durchschnittlichen Einfamilienhauses am besten gleich auf den Standard eines Niedrigenergiehauses erfolgen sollte, da die zusätzlichen thermischen Sanierungskosten marginal sind und bei einer (durchaus absehbaren) Erhöhung der Energiekosten die Rentabilität jeder zusätzlichen Sanierungsmaßnahme noch weiter steigt. Bei einer Erhöhung der Energiekosten auf 0,08 Euro pro Kilowattstunde (derzeitiges Niveau: 0,06 Euro pro Kilowattstunde) kann sogar damit gerechnet werden, dass die jährliche Energiesparung größer ist, als die jährlichen Rückzahlungen für das angenommene Darlehen (insbesondere, wenn die thermische Sanierung gefördert wird).